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Konsens is key.

Viele Menschen wollen ihren Hund in stressigen Momenten trösten, sind aber unsicher: Darf ich das überhaupt?
Die Antwort: Ja.

Streichle deinen Hund gern. Trösten ist erlaubt und sogar richtig wichtig.

Aber wie immer gilt: Der Hund entscheidet mit.

Damit du erkennen kannst, ob dein Hund Zuwendung gerade möchte oder nicht, hilft ein einfacher Konsenstest. Er zeigt dir, ob dein Hund das Anfassen als angenehm erlebt oder ob er lieber Abstand hätte.

Wie das geht, kannst du hier lesen:

Warum Berührung hilft

Streicheln wirkt auf mehreren Ebenen:

  • Die Berührung der Körperoberfläche fördert die Ausschüttung von Oxytocin
  • Das Nervensystem kann sich schneller entspannen
  • Streicheln ist soziale Unterstützung

Hund liegt im Bett und sucht Nähe und Sicherheit

Aber, wie erkenne ich, ob mein Hund das Streicheln möchte?

Achte auf sein Verhalten. Dein Hund gibt dir ganz klare Signale.

Mein Hund sagt ja

Er möchte Nähe und fühlt sich wohl, wenn er:

  • sich dir zuwendet
  • näher rückt
  • deine Hand anschaut

In diesem Fall kannst du weitermachen. Dein Hund zeigt, dass die Berührung gut tut.

Mein Hund sagt nein

Dann mag er das Streicheln gerade nicht. Typische Signale sind:

  • er wendet sich ab
  • er geht weg
  • er zeigt Beschwichtigungssignale wie Lecken, Gähnen oder Kopf wegdrehen

Das ist kein „Ungehorsam“, sondern Kommunikation. Dein Hund sagt einfach: „Bitte gerade nicht.“

Regeln, die dir helfen

  • Körpersprache lesen
  • Will er überhaupt gestreichelt werden
  • Mag er die Stelle, an der du ihn berührst
  • Sucht er aktiv deine Nähe
  • Die Landkarte des Körpers kennen

Jeder Hund hat Vorlieben. Manche mögen Kraulen an Brust und Schultern, andere lieber ruhige Berührungen an Flanken oder Rücken. Finde heraus, was dein Hund mag. Wie du die Landkarte deines Hundes erstellst und ein Konsensverhalten aufbaust, zeige ich dir gerne in meinem Gruppenkurs „Bye Bye Geräuschangst“.

Ein Linktipp: bei Sprich Hund findest du wertvolle Infos zur Körpersprache. Schau doch gerne mal dort hin. Christiane bietet auch tolle Webinare rund um die Körpersprache der Hunde an.

Grafik zeigt an welchen Körperstellen Hunde Berührung als angenehm oder unangenehm empfinden

Was bedeutet das für Situationen mit Angst?

Gerade bei Lärm, Gewitter oder Silvester suchen viele Hunde Nähe. Social Support ist ein natürlicher Mechanismus. Wie Menschen brauche ja auch Social Support, wenn wir uns fürchten.
Wenn dein Hund Angst hat und zu dir kommt: Sei da.
Nicht wegschicken, nicht ignorieren, nicht hart bleiben. Auf keinen Fall!

Und immer gilt: Der Hund entscheidet mit.

Angst wird nicht stärker, nur weil du deinem Hund Nähe gibst. Dieser Mythos hält sich hartnäckig.

Und, wenn man mal drüber nachdenkt, ist es doch auch total logisch. Wir wollen ja bei Angst auch jemanden an unserer Seite auf den wir uns verlassen können. Und bei unseren Hunden sind es wir! Und das ist wirklich wichtig. Wie schlimm ist es, wenn derjenige, dem man am meisten vertraut, einen mit seiner Angst alleine lässt. Das ist richtig fies.

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